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Ersteindruck: Umarex HK416 Sportsline Eyetrace!

“Endlich keinen Tracer mehr vorne auf das Gewinde schrauben müssen!”

Das war der erste Gedanke, den ich beim Anblick der Umarex Eyetrace Modelle hatte. Und da der Cloudmaker aktuell keine Spieltage anbietet, wird es mich wohl nach draußen ziehen. Insofern musste eh eine geeignete Langwaffe für Outdoor-Feld her. Vielen Dank an dieser Stelle an Umarex, die mir für Test- und Vorstellungszwecke diese neue HK416A5 Sportsline zur Verfügung gestellt haben!

Ich weiß übrigens, dass es das (!) HK416 (Sturmgewehr) heißt, aber für den besseren Lesefluss werde ich die Artikel wild durchmixen! 😉

Mit der gleichen Technologie gibt es jetzt von Umarex auch noch ein G36 und eine MP5 mit integriertem Tracer, aber mit dem HK416 habe ich bereits eine Menge Spieltage bestritten und damit ein gutes Gefühl für die Plattform und die zu erwartende Performance.

Somit kann ich euch fundierter über die Vor- und Nachteile dieses Modells berichten, als dass ich meine Eindrücke jetzt noch auf eine für mich neue Plattform übersetzen müsste.

Fangen wir ganz am Anfang an: Der Karton. Umarex-typisch mit allen Lizenzen und klassisch gestaltet:

Umarex-HK416A5-Eyetrace

Nur das kleine Logo und rechts verrät, dass es hier nicht um die Standard Sportsline der 416 S-AEG geht, sondern ein Modell der Eyetrace Serie:

Eyetrace-HK416-Umarex

Vorab: eine neue und hochwertige Optik für dieses Projekt

Gleich schauen wir uns im Detail noch an, was dahinter steckt. Denn die Idee, einen Tracer in die HopUp Unit zu verbauen, ist nicht neu, aber wahnsinnig praktisch. Warum und wie das gelöst ist, dazu dann gleich mehr!

Vorher müssen wir uns nämlich um eine Sache kümmern, die mir Outdoor Spieltage deutlich leichter machen wird: die passende Optik!

Neben dem großen HK Karton war im Paket nämlich auch noch eine kleine Überraschung. Denn ich hatte angesprochen, dass ich die Airsoft gern für Outdoor Spielfelder nutzen möchte und ob Umarex dafür die passende Optik mitschicken könnte. Siehe da: JA! 🙂

Hawke-Vantage-30-WA-1-4x24-Box

Ich habe also zuerst die Optik ausgepackt, da ich das 416 schon sehr gut kenne, aber eine wirklich hochwertige Optik aus dem LPVO Segment bisher noch nicht. Bis dato hatte ich immer 89 bis 129 Euro “teure” LPVOs und bin deshalb sehr gespannt darauf, wie der Unterschied zu einem 199 Euro Glas ausfällt!

LPVO-Hawke-Vantage-30-WA-1-4x24

Und so sieht das Hawke Zielfernrohr VANTAGE 30 WA 1-4×24 mit Leuchtabsehen aus! Das Gehäuse wirkt ausgesprochen robust und die Optik ist minimal schwerer als die LPVOs, die ich sonst genutzt habe. Gut 421 Gramm im Vergleich zum bekannten Standard 1-4 fach LPVO mit 325 Gramm.

Wen übrigens die verschiedenen Arten von Visierungen interessieren, findet hier den passenden Beitrag mit allen Vor- und Nachteilen der jeweiligen Konfiguration. Also ob Red Dot, Holo + Magnifier oder LPVO. Gerne also den Artikel anschauen, dann muss ich hier die Vorzüge des LPVOs für dieses Projekt nicht erklären und den Artikel unnötig lang werden lassen. 🙂

Von der Seite betrachtet, macht die Hawke Optik ebenfalls einen guten Ersteindruck:

Hawke-LPVO-Vantage-30-WA-1-4x24

Was mir direkt auffällt: Dieses LPVO wirkt allein haptisch deutlich wertiger als die günstigen Alternativen. Der hintere Ring zum Einstellen der Vergrößerungsstufe ist sehr schön weich, ohne beliebig zu wirken, die Türme hinter den Staubschutzkappen lassen sich präzise über Klick einstellen und die Beleuchtung des Absehens ist klar definiert und sowohl in Rot als auch Grün auf jeweils 5 Helligkeitsstufen einstellbar.

Hawke-Vantage-30-WA-1-4x24-Absehen-beleuchtet

Generell ist das Absehen wirklich sehr klar und angenehm simpel. Ja, man könnte jetzt darüber philosophieren, ob es zu “einfach” gestaltet ist, aber was für CS Pros gut genug ist (die AWP hat im Prinzip das gleiche Absehen), sollte für den normalen Airsoft Spieler allemal reichen, um ohne große Ablenkungen damit zielen zu können!

Hawke-Vantage-30-WA-1-4x24-Absehen

Ich bin sogar eher ein Fan davon, Red Dots und LPVOs mit einfachem Absehen zu verwenden, damit man nicht einen Tannenbaum an Informationen oder mystische Symbole statt eines einfachen Punktes verarbeiten muss.

Da die Optik 1- bis 4-fach vergrößert, kann sie praktisch als “Red Dot Ersatz” und als Scope genutzt werden. 4-fach reicht im Airsoft dabei locker aus, um auch auf 100 Meter noch gut erkennen zu können, was man durch die Vergrößerung sieht: Thema Freund-Feind-Erkennung.

Distanzen darüber hinaus spielen aus meiner Sicht im Airsoft keine wirkliche Rolle.

Das Besondere an der HK416 Sportline Eyetrace

Bevor wir gleich noch über die Montage der Optik sprechen, lasst uns auf das HK416 zurückkommen.

Das ist wie gesagt nicht meine erste Airsoft dieses Typs. Ich habe mich schon mit der ersten Sportsline intensiv befasst und auch mit der GBBR Version 3.

Die Sportsline kenne ich sogar im Prinzip schon etwas ZU genau, weil ich bei meiner ersten alle Internals optimiert habe, um daraus die perfekte Budget S-AEG zu machen.

Aus heutiger Sicht würde ich aber die Innereien so lassen, wie sie sind und erst anfassen, wenn sie nach rund 75.000 oder 100.000 Schuss einmal Liebe / Pflege brauchen. Denn die Optimierungen rechtfertigen nicht ganz den zeitlichen Aufwand, sich damit zu befassen.

Wenn ihr also neu ins Hobby einsteigen wollt, spielt das Modell einfach so, wie es kommt! Gerade mit den Optimierungen, die die Eyetrace Variante eh schon mitbringt 🙂

Also… Karton auf, Waffe raus!

HK416-A5-Airsoft

Was direkt auffällt ist der nylonverstärkte Kunststoff Kunststoff, der von CYMA verwendet wird, damit das Modell stabil und hochwertig ist. Dadurch kann man die Waffe beim besten Willen weder verwinden noch verbiegen.

Einzig die große Schraube, welche den Handguard am Receiver fixiert, konnte ich noch etwas nachziehen, damit der Handschutz minimal bündiger mit dem Upper-Receiver abschließt. Kleinigkeit, schnell geregelt!

Spannend wird es eigentlich erst, wenn man den Spannhebel einmal zieht und sich das HopUp Fenster dadurch öffnet:

Hk416-A5-Airsoft-Eyetrace

Wer genau hinschaut, oder das nächste Bild abwartet, sieht schon die Besonderheit der Eyetrace Variante: den integrierten Tracer in der HopUp Unit.

Hk416-Eyetrace

Einer der Punkte, der mir an der ersten Sportsline am meisten Kopfzerbrechen bereitet hat, war die Wahl des passenden Tracers. Denn der Lauf endet eh schon gut 3 cm vor dem Handguard und ein Tracer macht die Geschichte nochmal um 5 bis 10 cm länger.

Das Modell ist eh schon lang und gerade Indoor ist es damit gar nicht so leicht, vorne noch einen Schalli mit integriertem Tracer dran zu schrauben.

Warum habe ich “damals” den Tracer in einem Schalldämpfer integriert? Recht einfach erklärt, denn nachdem ich mehrmals meinen Tracer an Türrahmen und Wände geschlagen habe, entschied ich mich später dazu, einen günstigen Alu Schalldämpfer zu verwenden, um den Tracer nicht bei jedem Anecken an Hindernisse aufs Spiel zu setzen. Denn ein Gewinde und damit den kompletten Tracer habe ich auf diese Weise schon verloren.

Insofern bin ich sehr happy, dass Umarex jetzt den Weg eingeschlagen hat, Tracer in die S-AEGs zu integrieren. Sorgt auch für etwas mehr Realismus und einfach Ease-of-Use 🙂

Es hat mich direkt interessiert, wie diese Integration umgesetzt wurde. Schauen wir uns die HopUp Unit also einmal genauer an. Dafür einfach die vordere Receiver-Schraube lösen und durchdrücken und schon lässt sich der Upper vom Lower Receiver schieben, damit ihr an den Lauf kommt:

Eyetrace-Hopup-Unit-Inner-Barrel

Beim Trennen von Upper und Lower trennt sich übrigens automatisch die Stromversorgung für die Elektronik, die seitlich an der Unit angebracht ist und im Feeding Kanal die Tracer BBs registriert und mit UV Licht auflädt. Ebenfalls seht ihr hier schon den An-/Aus-Schalter:

HK416-eyetrace-hopup-unit

Die HopUp Unit ist in dieser Version aus Metall und damit eine deutliche Optimierung zur ersten Version, die noch aus Kunststoff gefertigt wurde. Ich weiß, dass es für den Hop keinen wirklichen Unterschied macht, aber ich habe ganz gerne solche Bauteile so gefertigt, dass die Chance auf Risse minimal ist. Gerade, wenn man die Teile öfter auseinanderbaut und pflegt.

Der Zusammenbau ist recht einfach. Stromkabel anschließen, Unit auf die Nozzle setzen und dann den Handguard drüber schieben:

Umarex-Hk416-Eyetrace-HopUp-Unit

Wenn ihr euch an diese Reihenfolge haltet, habt ihr nur zwei Handgriffe mehr, um die S-AEG wieder zu montieren.

Sinnvolles Upgrade: Neue HopUp Unit mit Standard-Tensioner

Hier zum Vergleich die Unit aus der ersten Generation:

Airsoft-Hopup-Unit-Wartung-maintenance

Was mich an der ersten Sportsline etwas gestört hat war der Tensioner am HopUp Arm, der extrem weich war. Man könnte zwar gegebenenfalls einen kleinen Draht durchstecken, damit man mehr Druck auf die Patchfläche aufbauen kann, aber mit der weichen Konfiguration war eigentlich bei 0,28 Gramm BBs langsam Schluss mit Hop.

Das ist nun deutlich besser gelöst und es ist ein Standard-Tensioner verbaut, den ich auch direkt auf einen 4uantum Tensioner inkl. HopUp Gummi geupgradet habe. Dazu folgen dann im zweiten Beitrag zur 416 Eyetrace noch Upgrades und genauere Infos!

Ich möchte euch das Bild aber nicht vorenthalten:

HK416-Sportsline-new-HopUp

Denn auch der eigentliche Tensioner ist jetzt nicht nur endlich im Standard-Format, sondern auch bedeutend härter, damit auch out of the box schwerere BBs gehoppt werden können.

Die Bedienung des integrierten Tracers

Die neue Unit (Ansicht von unten durch den Magazinschacht) lässt sich mit einem kleinen Schalter ein- und ausschalten. Ihr müsst also den Tracer nicht nutzen, wenn ihr ihn nicht braucht.

Eyetrace-Hopup-Unit-Switch

Der große Vorteil – neben der Tatsache, dass ihr keinen zusätzlichen Tracer für mindestens 60 Euro kaufen müsst, dessen Gewinde ihr dann brecht, weil ihr am ersten Türrahmen hängen bleibt 😀 – ist die Stromversorgung.

Denn ich habe einen weiteren Tracer genau dadurch verloren, dass ich ihn nach dem Spiel nicht ausgeschaltet habe und nach einem Monat sein Akku dadurch tiefentladen war und das Zeitliche gesegnet hat. Das kann bei der Sportsline Eyetrace nicht mehr passieren, da der Tracer in der HopUp Unit seinen Strom direkt vom Hauptakku bezieht.

Mein erstes Fazit zur überarbeiteten Sportsline HK416

Ihr bekommt für das gleiche Geld, das ihr für einen Tracer mindestens noch zusätzlich ausgegeben hättet, eine bessere HopUp Unit aus Metall, die leichter optimiert werden kann und euch als Feature praktisch ohne optische Veränderungen noch einen Tracer bietet 🙂 Die erste Sportsline hat 249 € gekostet, diese kostet aktuell im PW Store nur 20 € mehr. Endlich mal eine faire Preisgestaltung!

Lasst uns also die HK einmal aufgebaut als Basis für kommende Outdoor Spieltage anschauen:

Umarex-HK416A5-Sportsline-Eyetrace-Build

Die Montage für die Optik habe ich extra bestellt, da ich gern auf 1,93″ spielen wollte, um meine DYE Masken nutzen zu können.

Ich weiß, jetzt sagen viele sicher “öh aber DYE und Outdoor passt nicht zusammen”.

Mir egal, ich mag meine Zähne und vor allem Augen zu sehr, um sie dem Zufall und einer einfachen Schutzbrille anzuvertrauen und mir einzureden, dass die mich perfekt schützen könnte.

Wie immer gilt das ernüchternde Experiment: Setz dir mal deine Brille auf, press deine Wange auf die Schulterstütze und schaue dann, ob die Brille immer noch seitlich perfekt abschließt. Ich würde fast wetten, dass der Spalt auf mindestens einer Seite dann deutlich größer als 6mm ist 😉

Sorry für den hohen Grad an Realismus, aber ich kann es einfach nicht mehr sehen, wenn wieder jemand einen Augenunfall auf Instagram postet. Zurück zum eigentlichen Thema 🙂

Zusätzlich habe ich dann noch einen CYMA Foregrip montiert. Diesen gibt es übrigens nur noch bei Amazon (Affiliate Link) und ich vermute mal, dass CYMA Probleme mit einem Hersteller gewisser optisch sehr ähnlicher Anbauteile hatte…

Wie es mit dem HK416A5 Sportsline Eyetrace Projekt weitergeht

Das ist also mein Ersteindruck zur HK416A5 Sportsline Eyetrace S-AEG. Endlich eine Lösung für das Tracer Problem, welches mich seit meinem ersten 416 Projekt begleitet hat 🙂

Ich werde das Modell jetzt vollständig aufbauen und die Upgrades für euch dokumentieren, sodass wir uns in Teil 2 dazu zeitnah wiedersehen! Alles mit dem Auge darauf, dass es eine bezahlbare S-AEG bleibt, die sowohl perfekt für Einsteiger geeignet ist, aber gleichzeitig meinem Anspruch als erfahrener Spieler gerecht wird.

Diesen Sneak Peek (denn viele Bilder sind schon aufgenommen) möchte ich aber vorab schon mit euch teilen, da das Bild eine Menge Vorfreude auf den ersten Spieltag mit der Eyetrace Version bei mir auslöst!

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